Handicap-Hunde

Calista

Als Calista Anfang 2018 in eisiger Kälte von Tierschützern gefunden wurde, da weinte sie. Vielleicht vor Schmerzen, vielleicht auch aus Freude und Erleichterung darüber, dass ihr nun endlich geholfen wurde.

Wie lange sie schon auf dem gefrorenen Feld umherirrte oder besser herumkroch, weiß niemand. Ihr linkes Hinterbein fehlte, abgerissen durch einen Unfall, das andere Hinterbein war mehrfach gebrochen. Unter unvorstellbaren Schmerzen versuchte Calista irgendwo in der kargen Landschaft etwas zu fressen zu finden.

Dankbar ließ sie sich ins Auto tragen und in eine Tierklinik bringen, wo sie alles lieb über sich ergehen ließ. Aufgrund ihres schlechten Allgemeinzustandes musste die notwendige Operation des mehrfach gebrochenen Beines aber erst einmal warten. Vor vier Monaten dann konnte das Bein operativ gerichtet werden und Calista trug in den folgenden Wochen eine Prothese, damit alles wieder möglichst gut zusammenwachsen konnte.

Jeder, der Calista im Laufe der letzten Monate begegnete, war berührt von ihrem überaus liebevollen, sanften und freundlichen Wesen. Als wir Calista nun im August 2018 kennenlernten, ging es uns nicht anders.

Während unseres Aufenthaltes im Tierheim begleitete sie uns, soweit sie uns über das noch hügelige, mit Gräben durchzogene Tierheimgelände folgen konnte, wie ein Schatten. Unaufdringlich, dankbar für jedes Wort und jede Streicheleinheit. Wenn sie uns nicht folgen konnte, da sie einen großer Graben nicht überspringen konnte, wartete sie brav auf uns. Auch in der sengenden Hitze saß sie da und wartete auf uns.

Calista ist ein Handicaphund. Sie wird nie wieder in ihrem Leben so laufen können wie ein Hund mit vier gesunden Beinen. Das verbliebene und operierte Hinterbein ist zwar gut verheilt, doch ganz stabil ist es trotzallem nicht.

Mit diesem Wissen standen wir immer wieder vor Calista und wenn sie uns ansah mit ihren großen Augen, zaghaft wedelte, uns mit der Pfote um Streicheleinheiten bat, uns folgte und auch in der größten Hitze auf uns wartete, dann hätten wir viel dafür gegeben, dass sie ein ganz gesunder Hund wäre. Dann hätten wir ihr versprechen können, dass wir ein schönes Zuhause für sie finden werden hier in Deutschland. Dass sie im nächstenWinter nicht wieder im Tierheim durch den Schnee robben und frieren muss. Mit nur einer Holzhütte zum Schutz. Denn aufgrund ihrer Behinderung ist es für Calista zu gefährlich, in einem Zwinger in ein Hunderudel integriertzu werden. Zu groß wäre die Gefahr, dass Calista, die sich nicht wehren kann, Opfer von Beißattacken werden würde. Also lebt sie im großen Außengehege des Tierheims draußen im Freien.

So standen wir vor Calista und konnten ihr nur sagen, dass wir allesversuchen werden, ihr ein besseres Leben zu ermöglichen.

Calista ist etwa 2 Jahre alt (geboren etwa 2016), sie geimpft, gechippt und kastriert. Calista kann mit ihrer Behinderung gut leben, sie kann sie aber nicht ungeschehen machen. Doch auch wenn sie keine langen Spaziergänge mehr machen kann, so kann sie dennoch ihre Menschen begleiten. Überall hin. Lieb, sanft, freundlich und dankbar.

Wenn Sie mehr über Calista erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an:
Andrea Brückner-Schoeler, Tel.: 0451 - 2961852, Mobil: 0157 - 58254193,
E-Mail: brueckner-schoeler@pfotenhilfe-ohne-grenzen.de

Previous Next

"Jedwede Kreatur hat einen Urtrieb
nach liebender Umarmung"

                                                                                      von Hildegard von Bingen

Isa kommt bald auf eine Pflegestelle nach 44791 Bochum

Die kleine Isa wurde auf Botosanis Straßen vermutlich von einem Auto erfasst und schwer am Kopf verletzt. Eine herbei gerufene Tierschützerin fing die verängstigte Hündin ein und sie wurde sofort zum Tierarzt gebracht. Das rechte Auge war bereits aus der Höhle getreten und Isa muss schreckliche Schmerzen gehabt haben. Leider konnte das Auge nicht mehr gerettet werden.

Zwei Tage nach der Operation fing Isa an ihre neue Umgebung, eines der Krankenzimmer im Tierheim unseres Partnervereins, zu erkunden. Viele andere kleine Hunde, Welpen und Katzen teilen sich diesen Raum und leben alle friedlich miteinander. Bei der Verteilung von Leckerchen hat sich Isa immer brav angestellt, sich nicht nach vorn gedrängelt. Bei all dem Gewusel im Krankenzimmer ist Isa auch ganz ruhig geblieben, wenn das ein oder andere Welpenkind über sie hinweg gestiefelt ist.

Isa ist eine kleine Hündin von etwa 30 cm Schulterhöhe. Sie ist eine ganz sanfte Maus, die sich sehr nach einem behüteten Zuhause sehnt. Wenn die Wunde komplett abgeheilt ist, könnte Isa sich schnell auf den Weg zu ihrer eigenen Familie machen. Ihr Alter wird auf etwa 2 Jahre geschätzt (geb. 2016) und bei ihrer Ausreise ist sie geimpft, gechippt und eventuell auch kastriert, je nachdem, ob man ihr eine erneute Operation schon wieder zumuten kann.

Wenn Sie Isa ein liebevolles Zuhause geben möchten, melden Sie sich bitte bei:
Anni Neuberger, Mobil: 0151 - 15643331, E-Mail: neuberger@pfotenhilfe-ohne-grenzen.de

Previous Next
  • © 2013 - 2018 Pfotenhilfe ohne Grenzen